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18.03.2004
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Dr. Christina Hirche
Tel. ++49 (0) 69 / 75 64 - 2 77
Fax ++49 (0) 69 / 75 64 - 2 72
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Chinas Petrochemie - Wachsende Nachfrage führt zu hohen multinationalen Investitionen

·        Die petrochemische Industrie ist Katalysator für Grundchemikalien und Zwischenprodukte, für  Kunststoffe und -harze sowie industrielle Gase

 

·        Aufgrund der starken Nachfrage nach chemie-intensiven Konsumgütern stieg die Gesamtproduktion der chemischen Industrie im ersten Halbjahr 2003 um 27%

 

·        Chinas Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation (WTO) hat die Türen für weitere Auslandsinvestitionen geöffnet

 

 

Die bereits zum 6. Mal stattfindende ACHEMASIA - Internationaler Ausstellungskongress für Chemische Technik und Biotechnologie vom 11.-15. Mai 2004 in Peking - ist die umfassendste und internationalste Veranstaltung für Chinas und Asiens Prozessindustrien. Sie ist eine wichtige Plattform für die Chemie-Ausrüstungsbranchen und den Aufbau neuer Kontakte und Geschäftsbeziehungen. Für ca. 400 Aussteller aus 25 Ländern und 20.000 Besucher wird sie wiederum eine hervorragende Gelegenheit bieten, von den Chancen  des rasanten Wirtschaftswachstums in China in allen Bereichen der Prozessindustrie zu profitieren.

 

Mit mehr als 1,2 Milliarden Einwohnern stellt China heute mehr als 20% der Weltbevölkerung. Da der Lebensstandard vieler seiner Bürger weiterhin ansteigt und auch die Wirtschaft rasant wächst, wird auch die Nachfrage nach vielen auf der Petrochemie basierenden Rohstoffen, Zwischenprodukten und Endprodukten, die für einen modernen Lebensstil typisch sind, steigen.

 

In den letzten Jahren hat die starke Nachfrage nach Chemie-Produkten eine unvorhersehbare Ära an Auslandsinvestitionen eingeleitet, und heute haben viele große Petrochemie-Unternehmen in China einen Fuß in der Tür – wörtlich und bildlich gesehen – um an dieser gigantischen und schnell wachsenden Wirtschaft teilzuhaben.

 

Im ersten Halbjahr 2003 ist Chinas Produktionsleistung um 16,2% gestiegen, was laut Chinas State Statistical Bureau (SSB; Peking) insbesondere auch durch die boomende Produktion vieler kommerzieller Produkte angespornt wurde, die auf der Chemie basieren (z.B. Autos, Produkte der Informationstechnologie sowie Textilien). Die starke Nachfrage nach chemie-basierten Konsumgütern hat zu einem Zuwachs von 27% in der chemischen Gesamtproduktion in China geführt, die laut der China Petroleum and Chemical Industry Association (CPCIA; Peking) im ersten Halbjahr 2003 bei 55,1 Milliarden USD liegt.

 

Für die ersten acht Monate 2003 gaben Chinas 60 größte staatliche Chemieunternehmen Gewinne von insgesamt 217 Millionen USD bekannt, was laut der State Property Regulatory and Management Commission (Peking) einem Anstieg von 72% gegenüber dem Vergleichszeitraum 2002 entspricht. Die Gesamtumsätze der Unternehmen stiegen um 20%, und lediglich 9 der 60 Unternehmen meldeten einen Verlust im ersten Halbjahr 2003 verglichen mit 16 Unternehmen im Vergleichszeitraum 2002.

 

Unterdessen stiegen die ausländischen Direktinvestitionen in China im ersten Halbjahr 2003 um 34% und erreichten 30,3 Milliarden USD. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, wird erwartet, dass die Rekordmarke von 53 Millionen USD in 2002 noch überschritten wird.  Laut Chinas State Statistical Bureau (SSB; Peking) und dem Ministry of Foreign Trade and Economic Cooperation (Peking) liegt dieser Wert 13% über dem Vorjahreswert. 

 

Ein Faktor, der dazu beigetragen hat, Chinas Türen für Auslandsinvestitionen zu öffnen, ist die Tatsache, dass China 2001 schließlich zum Vollmitglied der Welthandelsorganisation (WTO; Genf, Schweiz; www.wto.org) wurde. Als Teil der Zugeständnisse zur Sicherung des WTO-Beitritts hat China die Zölle für chemische Produkte ausländischer Unternehmen, die für China bestimmt sind, gesenkt. Der durchschnittliche Zoll für chemische Produkte wird von fast 15% auf ca. 7% fallen. Zusätzlich wird ausländischen Unternehmen gegen Ende 2004 gestattet werden, ihre importierten Produkte in ganz China ungehinderter zu vertreiben, statt sich auf lokale Zwischenhändler zu stützen. Außerdem sollte es für ausländische Unternehmen leichter sein, Produktionseinrichtungen innerhalb des Landes zu finden.

 

Chinas petrochemische und verwandte Branchen erleben derzeit ein beispielloses Maß an Neugestaltung in Engineering, Design und Konstruktion, wobei zahlreiche petrochemische Unternehmen von Weltformat in den Jahren 2004–2007 ihren Betrieb aufnehmen werden. Eine repräsentative Auswahl laufender Projekte ist nachfolgend aufgeführt. Dabei dominieren drei Schwerpunkte: chemische Grundstoffe und Zwischenprodukte, Kunststoffe und -harze sowie Industriegase (die integraler Bestandteil der meisten petrochemischen Verfahren sind).

 

 

Chemische Grundstoffe und Derivate

- Starke Nachfrage im Ethylen-basierten Bereich

- Chinas Ethylen-Produktion stieg in den ersten sieben Monaten 2003 um 15%

 

Während der 90er Jahre betrug Chinas jährliches Wachstum der Ethylen-Nachfrage – ein  grundlegender Rohstoff für Chemie und Pharma – stolze 17% pro Jahr und überholte damit laut 3E Information Development and Consultants (Peking), www.3-eee.net, das des chinesischen BIPs erheblich. Gleichzeitig wuchs Chinas inländische Ethylen-Versorgung nur um 12% pro Jahr, was zu einem erheblichen Anstieg des Imports sowohl von petrochemischen Rohstoffen als auch von Fertigprodukten führte. So wurden beispielsweise in China in den 90er Jahren mehr als die Hälfte des Bedarfs an Kunstharzen und Ethylen-äquivalenten Petrochemikalien sowie mehr als 80% des Polystyrol- und des Acrylnitril-Butadien-Styrol-Verbrauchs durch ausländische Rohstoffe und Produkte gedeckt.

 

In jüngster Zeit nimmt die Ethylen-Produktion in China zu. In den ersten sieben Monaten 2003 erhöhte sich Chinas Ethylen-Produktion laut dem State Statistical Bureau (SSB; Peking) um 15% auf 3,44 Mio. metrische Tonnen. Der Ethylen-Verbrauch stieg zur selben Zeit um 14% auf 3,45 Mio. metrische Tonnen. an. Die Produktion von gereinigter Terephthalsäure – einem Hauptrohstoff bei der Produktion vieler petrochemischer Derivate und Kunststoffe – hatte einen Zuwachs von 10% und erreichte 1,47 Mio. metrische Tonnen, während die Produktion von Benzol laut SSB um 16% auf 1,16 Mio. metrische Tonnen anstieg.

 

Chinas zwei große Staatsbetriebe – die China Petrochemical Group Corp. (Sinopec; Peking; www.sinopec.com) und die China National Petroleum Corp. (CNPC; Peking; www.cnpc.com.cn) - dominieren noch immer die Produktion von Feedstock-Ethylen und vielen chemischen Zwischen- und Fertigprodukten, und laut 3E Information Development & Consultants macht ihre Gesamtkapazität mehr als 90% der gesamten Landesproduktion aus. Besonders Sinopec und CNPC sind Partnerschaften mit zahlreichen weltweit führenden Chemieunternehmen eingegangen, um petrochemische Komplexe von Weltformat aufzubauen.

 

 

Global agierende multinationale Konzerne in China:

ein echtes Who’s Who der weltweiten petrochemischen Industrie:

 

·        Sinopecs Tochtergesellschaft Guangzhou Petrochemical Corp. (GPC; Guangzhou) hat gerade eine Kapazitätserweiterung ihrer Ethylen-Anlage von 85.000 metrischen Tonnen/Jahr abgeschlossen und somit die Gesamtleistungsfähigkeit auf 200.000 metrische Tonnen/Jahr erhöht. Aufgrund der zusätzlichen Kapazität kann GPC seine Leistungsfähigkeit an aufgearbeitetem Polyethylen auf 200.000 metrische Tonnen/Jahr verdoppeln und die Produktion von Polypropylen kann von 70.000 metrischen Tonnen/Jahr auf 100.000 metrische Tonnen/Jahr gesteigert werden.

 

·        Sinopecs Maoming Petrochemical Tochtergesellschaft erweitert derzeit seine Ethylen-Kapazität in Maoming von 380.000 metrischen Tonnen/Jahr auf 800.000 metrische Tonnen/Jahr, die Kapazität von Kunstharzen von 440.000 metrischen Tonnen/Jahr auf 1,02 Mio. metrische Tonnen/Jahr und den gesamten Produktionsdurchsatz von 1,1 auf 2,3 Mio. metrische Tonnen/Jahr. Das 530 Mio. USD-Projekt soll Anfang 2005 abgeschlossen sein.

 

·        PetroChina Co. (Peking; www.petrochina.com.cn) hat von der Regierung die Zustimmung erhalten, die Ethylen-Kapazität seiner Tochtergesellschaft Lanzhou Petrochemical in Lanzhou von 240.000 metrischen Tonnen/Jahr auf 600.000 metrische Tonnen/Jahr zu erhöhen und Anlagen mit einer Kapazität von 400.000 metrischen Tonnen Polyethylen pro Jahr und von 300.000 metrischen Tonnen Polypropylen pro Jahr als Teil des Projekts zu bauen.

 

·        Saudi Aramco (Dharan, Saudia Arabia; www.saudiaramco.com), Sinopec und Fujian Petrochemical Co. (Provinz Fujian) arbeiten beim Bau einer Raffinerie mit einer Kapazität von 12 Mio. metrischen Tonnen/Jahr zusammen, die 2007 in Fujians Anlage in Hui An fertiggestellt werden soll.

Die 32 Mrd. USD-Anlage wird eine Reihe von Brennstoffen herstellen und die Einsatzmaterialien für eine Krackanlage mit einer Kapazität von 800.000 metrischen Tonnen/Jahr bereitstellen, die wiederum Aufarbeitungsanlagen mit einer Polyethylen-Kapazität von 400.000 metrischen Tonnen/Jahr und einer Polypropylen-Kapazität von 300.000 metrischen Tonnen/Jahr speisen werden. ExxonMobil (Houston, Texas; www.exxonmobilchemical.com) war einer der ursprünglichen Partner in diesem Joint Venture, nahm jedoch kürzlich Abstand von diesem Projekt. ExxonMobil ist aber an einem Projekt beteiligt, im Zuge dessen ein Komplex mit einer Ethylen-Kapazität von 1 Mio. metrischen Tonnen/Jahr mit Sinopec in Guangzhou errichtet werden soll; Baubeginn ist 2008.

 

·        Die BASF AG (Ludwigshafen; www.basf.com) arbeitet mit den lokalen Partnern Yangzi Petrochemical und Sinopec zusammen, um einen 3 Mrd. USD-Komplex in Nanjing aufzubauen. Die Einrichtung wird ein Kraftwerk, eine Ethylen-Krackanlage mit einer Kapazität von 600.000 metrischen Tonnen/Jahr sowie Aufbearbeitungseinrichtungen umfassen, einschließlich solcher zur Herstellung von Ethylenglykol, Acrylsäure und C4-Oxo-Alkoholen. Die ersten Anlagen sollen ihren Betrieb 2004 und 2005 aufnehmen.

 

·        Shell Chemical LP (Houston, Texas; www.shellchemicals.com) und die China National Offshore Oil Corp. (CNOOC; Peking; www.cnooc.com.cn) haben ein Joint Venture zum Bau eines integrierten Petrochemie-Komplexes in Südchina gegründet. Der Komplex, der 2005 den Betrieb aufnehmen soll, umfasst eine Ethylen-Krackanlage mit einer Kapazität von 800.000 metrischen Tonnen/Jahr sowie Anlagen zur Herstellung von 2,3 Mio. metrischen Tonnen anderer petrochemischer Produkte pro Jahr wie Propylenoxid, Ethylenglykol, Styren-Monomer, Polypropylen, Hochdruck- und Niederdruck-Polyethylen.

 

·        Shanghai Secco Petrochemicals Co. Ltd., ein Gemeinschaftsunternehmen von BP Amoco (London; www.bpamoco.com), Sinopec und der Shanghai Petrochemicals Corp. bauen derzeit einen Komplex von Weltformat im Shanghai Chemicals Industry Park in Caojing. Der Secco-Komplex, der seinen Betrieb 2005 aufnehmen soll, wird eine mit Schwerbenzin gespeiste Ethylen-Krackanlage mit einer Kapazität von 900.000 metrischen Tonnen/Jahr, Aufarbeitungsanlagen für Polyethylen, Polypropylen und Polystyrol mit einer Kapazität von mehr als 1 Mio. metrischen Tonnen/Jahr sowie Styrol-, Acrylnitril- und andere Olefin-Derivat-Anlagen neuester Bauart umfassen.

 

·        Formosa Petrochemical Corp. (FPC; Taipei; Taiwan; www.fpcc.com.tw) wird einen 725 Mio. USD-Komplex in Mailiao, Taiwan, errichten. Der Komplex wird eine Schwerbenzin-Krackanlage und Anlagen mit einer Kapazität von 1,2 Mio. metrischen Tonnen/Jahr für Ethylen, 600.000 metrischen Tonnen/Jahr für Propylen und 170.000 metrischen Tonnen/Jahr für Butadien umfassen. Die Fertigstellung ist für Ende 2006 geplant. FPC hat bereits zwei Ethylen-Anlagen bei Mailiao mit einer Gesamtkapazität von 1,7 Mio. metrischen Tonnen/Jahr, und laut Aussage des Unternehmens haben dort tätige Aufarbeitungsproduzenten angeregt, dass FPC eine dritte Krackanlage baut, um den zusätzlichen Rohstoffanforderungen gerecht zu werden, die aufgrund von Expansionen im Aufarbeitungsbereich erwartet werden.

 

·        Davy Process Technology (London, Vereinigtes Königreich; www.davyprotech.com), hat in Zusammenarbeit mit der Union Carbide Corp. (Danbury, Conneticut; einer Tochtergesellschaft von The Dow Chemical Co.; Midland, Mich.; www.dow.com) separate Vereinbarungen unterzeichnet, um sowohl Sinopec als auch PetroChina eine Lizenz für seine Niederdruck-Oxo-Alkohol-Verfahrenstechnik zu erteilen. In einem Geschäftsabschluss vergibt Davy Sinopecs Tochtergesellschaft Qilu Petrochemical Co. eine Lizenz und stellt Design- und technische Dienste für einen Komplex bei Zibo (Shandong Provinz) bereit. Er wird eine Kapazität von 171.000 metrischen Tonnen 2-Ethylhexylalkohol pro Jahr und 20.000 metrischen Tonnen Iso-Butyraldehyd pro Jahr haben. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2004 geplant. Unabhängig davon stellt Davy PetroChinas Tochtergesellschaft Jilin Petrochemical Co. ein ähnliches Paket für eine n-Butanol bei Jilin mit einer Kapazität von 128.000 metrischen Tonnen/Jahr zur Verfügung. Auch hier ist die Aufnahme des Betriebs Ende 2004 geplant.

 

·        Die Toyo Engineering Corp. (Narashino, Japan; www.toyo-eng.co.jp), hat mit der Lutianhau Group Inc. (Sichuan, China) einen Vertrag zum Bau einer Anlage für Dimethylether (DME) unterzeichnet, der dazu dient, Kraftstoff und Benzin mit Sauerstoff anzureichern – Die Kapazität soll 10.000 metrische Tonnen/Jahr betragen. Aufgrund des Standortes in Luzhou wird die DME-Anlage Methanol von einer bereits existierenden Produktionseinrichtung verwenden.

 

·        Celanese Chemicals (Dallas, Texas; www.celanese.com) baut derzeit eine Essigsäure-Anlage mit einer Kapazität von 600.000 metrischen Tonnen/Jahr im Nanjing Chemical Industry Park, angrenzend an den 2,9 Mrd. USD-Petrochemie-Komplex, den die BASF und Sinopec dort gemeinsam errichten. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2006 geplant. Die Nachfrage nach Essigsäure in China steigt jährlich ca. um 10%, und die Nachfrage nach deren Hauptderivat, Vinylacetat-Monomer, steigt laut Celanese um 6% pro Jahr.

 

·        BP (London, Vereinigtes Königreich; www.bp.com) erweitert derzeit die Kapazität seiner Essigsäure-Anlage bei Chongqing, die von der Yangtze River Acetyls Co. (Yaraco; ein Joint Venture mit Sinopec) betrieben wird - von 200.000 metrischen Tonnen/Jahr auf 350.000 metrische Tonnen/Jahr. Der Ausbau soll 2005 beendet sein. Die Einrichtung verfügt auch über eine Kapazität von 80.000 metrischen Tonnen/Jahr an Acetat-Ester.

 

·        Guizhou Crystal Organic Chemical Group Co. (Guizhou Provinz, China) ist der erste Lizenznehmer eines neuen Essigsäureverfahrens, dass von der Chiyoda Corp. (Yokohama, Japan; www.chiyoda.co.jp) entwickelt wurde. Guizhou nahm 2003 eine Anlage mit einer Kapazität von 36.000 metrischen Tonnen/Jahr in Betrieb.

 

·        Bayer AGs Unternehmensbereich Material Science (Leverkusen, Deutschland; www.bayer.com) baut derzeit eine Anlage zur Herstellung von Diphenylmethan-Diisocyanat, einem Hauptrohstoff für die Produktion von Polyurethan mit einer Kapazität von 230.000 metrischen Tonnen/Jahr in Caojing. Die Anlage soll 2008 in Betrieb genommen werden.

 

·        CNPC Daqing Petrochemical Complex in Daquing hat sich für den Einsatz der Technik von Lummus/UOP (Des Plaines, Illinois; www.uop.com) entschieden, um seine Kapazität für Ethylbenzen und Styren-Monomer zu erhöhen. Durch diese technische Aufrüstung wird die Produktion von Styren-Monomer im Unternehmen um 30.000 metrische Tonnen/Jahr auf 90.000 metrische Tonnen/Jahr gesteigert.

 

·        Axens North America (Princeton, New Jersey; www.axens.net), eine Tochtergesellschaft des French Institute of Petroleum (IFP; www.ifp.fr), wird seine T-Star-Technik in einem direkten Kohleverflüssigungs-Projekt in der Inneren Mongolei einsetzen. An der Spitze dieses Projekts steht die chinesische Shenhua Group Corp., die eine Anlage zur Produktion von synthetischem Rohöl aus Kohle in einem einzigen Verfahrensschritt mit einer Kapazität von ca. 19.000 Tonnen/Tag errichten wird. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2005 geplant.

 

·        Die Torch Investment Co. (Pudong), eine Unternehmenseinheit der im Privatbesitz befindlichen D’Long International Strategic Investment Co. (Shanghai), plant einen Komplex, der eine auf Kohle basierende Methanol-Anlage (liefert bis zu 2 Mio. metrische Tonnen Methanol pro Jahr), eine Methanol-zu-Propylen-Anlage mit einer Kapazität von 350.000 metrischen Tonnen Propylen pro Jahr und eine Polypropylen-Anlage mit einer Kapazität von 350.000 metrischen Tonnen/Jahr umfassen wird. Der integrierte Komplex wird in der Nähe des Huaibei-Kohlenreviers in der östlichen Provinz von Anhui errichtet. Shell (Houston, Texas; www.shell.com) und ChevronTexaco (San Ramon, Kalifornien; www.chevrontexaco.com) konkurrieren um die Lizenzvergabe ihrer jeweiligen Kohlevergasungs-Techniken an Torch, während Lurgi (Frankfurt, Deutschland; www.lurgi.com) seine MegaMethanol- und MTP-Techniken anbietet. China verbraucht derzeit 3,6 Mio. metrische Tonnen Methanol pro Jahr (nahezu die Hälfte dessen wird importiert), und es wird erwartet, dass sich die Nachfrage bis 2010 verdoppelt.

 

·        Shell hat außerdem die Lizenzvergabe seiner Kohlevergasungs-Technik an vier Ammoniak-Produzenten in China vereinbart. Die Yuntianhua Group (Kunming) und die Yunnan Zhanhua Co. (Qujing) werden diese Technik zur Produktion von Synthesegas-Feedstock für ihre jeweiligen Ammoniak-Anlagen mit einer Kapazität von 500.000 metrischen Tonnen/Jahr, die derzeit in Kunming und Qujing errichtet werden, nutzen. Sinopec wird diese Technik einsetzen, um die bestehenden Anlagen in Zhijaiang und Anqing mit Synthesegas zu versorgen, die zurzeit Naphtha-Feedstock verwenden. Shell baut außerdem in einem Joint Venture mit Sinopec eine Vergasungsanlage bei Yueyang, die die Sinopec Baling Fertilizers-Ammoniak-Anlage bei Yueyang versorgt.

 

·        Guangxi Liuzhou Chemical (Guangxi) plant den Bau eines auf Kohle basierenden Methanol-Komplexes bei Guangxi mit einer Kapazität von 1 Mio. metrischen Tonnen/Jahr. Laut Aussage des Unternehmens hat es bereits eine Machbarkeitsstudie abgeschlossen und ist nun auf der Suche nach Partnern.

 

China: Ein leistungsstarker Markt für Kunstharze und Endprodukte

- Wachsende Produktion von Polyesterfasern, Polyethylen und Polypropylen, Polyamid,

 Polycarbonat, Polyvinylchlorid, Polyurethan und anderen High-Tech-Materialien

 

China ist derzeit der weltgrößte Produzent und Konsument von Kunstfasern (für den Einsatz in Textilien). Laut den Regierungsstatistiken des Jahres 2002 wurden in China mehr als 6,6 Mio. Tonnen gereinigte Terephthalsäure (PTA) – der primäre Rohstoff, der bei der Herstellung von Polyesterfasern für den Einsatz in Textilien und von Polyethylenterephthalat (PET) für Flaschen, Verpackungsmaterial und Filmprodukte verwendet wird – verbraucht. Doch von dieser Gesamtmenge wurden nur 30% durch die inländische Produktion abgedeckt.

 

In der Zwischenzeit hat die asiatisch-pazifische Region zum ersten Mal in der Geschichte die USA als weltgrößten Konsumenten von Polyethylen (PE) überholt, wie das Consulting-Unternehmen Philip Townsend Associates (PTAI; Houston; www.ptai.com) verlauten läßt. Der PE-Verbrauch in der gesamten asiatisch-pazifischen Region überstieg 2002 16 Mio. metrischer Tonnen/Jahr – eine 60%ige Erhöhung seit 1998. Es wird erwartet, dass die PE-Nachfrage in der asiatisch-pazifischen Region in den nächsten fünf Jahren um weitere 7,5%/Jahr auf 23 Mio. metrische Tonnen bis 2007 ansteigt.

 

Ein Großteil des Wachstums der PE-Nachfrage in der Region wird von der starken Nachfrage in China gesteuert, dessen PE-Konsum laut PTAI erwartungsgemäß bis 2007 um 7,7%/Jahr auf 12 Mio. metrische Tonnen anwachsen wird. Im Gegensatz dazu ist laut PTAI die PE-Nachfrage auf dem nordamerikanischen Markt seit 1998 nur um 7% gestiegen und hat 2002 15 Mio. metrische Tonnen erreicht. Die Nachfrage in Nordamerika soll laut Prognosen von PTAI in den kommenden Jahren etwas nachlassen und nur um 4,8%/Jahr wachsen, um 2007 19 Mio. metrische Tonnen zu erreichen.

 

Im ersten Halbjahr 2003 stieg in China die Polyethylen-Produktion laut Angaben der Beratungsfirma PTA um 12% auf fast 2 Mio. metrische Tonnen, während die inländische Produktion von Polypropylen im selben Zeitraum um 11% auf wenig mehr als 2 Mio. metrische Tonnen anstieg.

 

·        DSM Engineering Plastics (Heerlen, Niederlande; www.dsmep.com) erhöhte kürzlich die Produktionskapazität seiner Produktions- und Compoundierungsanlage bei Jiangyin, Provinz Jiangsu, um 40%. In der Anlage werden Polyamid 6- und Polyamid 66-, Polyester- und Polyamid 46-Materialien sowohl für den inländischen Markt in China als auch zur Unterstützung anderer Kunden in der asiatisch-pazifischen Region erzeugt. Das Unternehmen schätzt, dass die Gesamtnachfrage nach Kunststoff-Engineering in Asien um 25%/Jahr steigen wird.

 

·        Die Bayer AG (Leverkusen, Deutschland; www.bayer.com) hat bei Caojing, nahe Shanghai, Neuland für eine 450 Mio. USD-Polycarbonat-Anlage erschlossen. Diese Anlage soll Mitte 2006 ihren Betrieb aufnehmen und entsprechend der Produktnachfrage schrittweise eine Kapazität von 200.000 metrischen Tonnen/Jahr erreichen.

 

·        Noveon (Cleveland, Ohio; www.noveon.com) baut derzeit eine Anlage für Thermoplast-Polyurethan (TPU) nahe Shanghai, die ihren Betrieb im vierten Quartal 2004 aufnehmen soll. Noveon beliefert seine Kunden in Asien derzeit mit TPU, das in US-amerikanischen und belgischen Anlagen erzeugt wird. Die Projektkosten wurden nicht bekannt gegeben.

 

·        GE Plastics (Pittsfield, Massachusetts; www.geplastics.com) investiert 60 Mio. USD, um seine Kapazitäten in den Bereichen Kunststoff-Compoundierung und Strangpressen von Folien bei Nansha zu verdoppeln. Die seit 1996 im Betrieb befindliche Anlage liefert Acrylnitril-Butadien-Styrol, Polycarbonat und Polyphenylenoxid-Verbindungen und -Mischungen. Die erweiterte Anlage soll Ende 2004 ihren Betrieb aufnehmen.

 

·        Mitsubishi Rayon Polymer Nantong Co. Ltd., ein Joint Venture zwischen Mitsubishi Rayon Co. (Tokio, Japan; www.mrc.co.jp) und der Marubeni Corp., (Tokio, Japan; www.marubeni.com), baut derzeit eine Anlage zur Produktion von Acrylbögen auf der Basis von Methylmethacrylat und Polymethylmethacrylat. Die 19 Mio. USD-Anlage hat eine Acrylbögen-Kapazität von 20.000 metrischen Tonnen/Jahr und zusätzlich von 3.500 metrischen Tonnen/Jahr an Acryl-Lackharzen für die Lack- und Farbenindustrie. Die Fertigstellung der Anlage ist für das Frühjahr 2005 geplant. Das Unternehmen schätzt den chinesischen Markt für Acryl-Lackharze auf 60.000–70.000 metrische Tonnen/Jahr und prognostiziert Wachstumsraten von 15%/Jahr in absehbarer Zeit.

 

·        Mitsubishi Chemical (Tokio; www.m-kagaku.co.jp) und die China International Trust and Investment Co. (Peking) errichten derzeit eine 300 Mio. USD-Anlage zur Produktion von gereinigter Terephthalsäure bei Daxie Island, Provinz Zhejiang, mit einer Kapazität von 600.000 metrischen Tonnen/Jahr. Die Anlage wird voraussichtlich Ende 2005 fertig gestellt. Die Unternehmen planen eine Ausweitung der Kapazität zu einem späteren Zeitpunkt auf 1,6 Mio. metrische Tonnen/Jahr.

 

·        Heng Sheng (Ningbo) hat bei Ningbo Land für ein Projekt zur Produktion von gereinigter Terephthalsäure (PTA) von Weltformat erworben, das 2006 fertig gestellt werden soll.

 

·        SNF China (Taixing), eine Tochtergesellschaft von SNF Floerger (Andregieux, Frankreich; www.snf.fr), wird nach der Schließung einer veralteten Anlage bei Saint-Etienne, Frankreich, seine Polyacrylamid-Kapazität bei Taixing auf 40.000 metrische Tonnen/Jahr verdoppeln.

 

·        LG Chemical (Seoul, Korea; www.lgchem.com) hat mit einer Erweiterung der Polyvinylchlorid (PVC)-Kapazität um 100.000 metrische Tonnen/Jahr bei seiner LG Dagu Chemical Joint Venture-Anlage bei Tianjing begonnen, wobei die PVC-Gesamtkapazität an diesem Standort auf 340.000 metrische Tonnen/Jahr erhöht wird. LG plant außerdem ein Joint Venture mit Fujian Petrochemical (Quanzhou) für eine Chlor-Alkali- und PVC-Anlage bei Quanzhou.

 

·        Kaneka (Tokio, Japan; www.kaneka.com) plant den Bau einer 4,6 Mio. UDS-Anlage zur Produktion von expandierbaren Polyolefin-Kügelchen mit einer Kapazität von 1.200 metrischen Tonnen/Jahr bei Suzhou. Die Fertigstellung ist für Mitte 2004 geplant.

 

·        BP (London; www.bp.com) hat sich bereit erklärt, der Sinopec Tochtergesellschaft-Beijing Yanhua Petrochemicals für die Polypropylen-Anlage bei Yanshan eine Lizenz für seine Innovene Gasphase-Polypropylen (PP)-Technologie zu erteilen. Das Projekt wird bis 2005 die Kapazität von 80.000 metrischen Tonnen/Jahr auf 120.000 metrische Tonnen/Jahr erhöhen und die Produktion von Homopolymeren und Copolymeren ermöglichen.

 

·        Basell (Mailand, Italien; www.basell.com) hat mit der PetroChina Co. einen Vertrag abgeschlossen. Das Unternehmen wird Basells Spheripol-Verfahren in drei neuen Polypropylen-Anlagen (bei Daquing, Lanzhou und Dalian) einsetzen, die eine Gesamtproduktion von 800.000 metrischen Tonnen/Jahr erreichen werden.

 

·        Technip (Paris, Frankreich; www.technip.com) hat von Cangzhou Cang Hua Chemical Industry einen 50 Mio. USD-Vertrag zum Bau einer Anlage erhalten, die sowohl das Zwischenprodukt Vinylchloridmonomer (VCM) als auch das Endprodukt Polyvinylchlorid (PVC) herstellen wird. Die Anlage wird neben dem bereits existierenden petrochemischen Komplex des Unternehmens bei Guangzhou errichtet werden. Sobald die Anlage 2005 fertiggestellt ist, wird sie CM/PVC aus Ethanedichlorid mit einer Kapazität von 400.000 metrischen Tonnen/Jahr herstellen.

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·        Changzhou Worldbest Radici (Changzhou), ein Joint Venture zwischen der Radici Group (Bergamo, Italien; www.radicigroup.com) und China Worldbest (Changzhou), hat vor kurzem den Bau einer Polyethylenterephthalat (PET)-Harzfertigungsstraße mit einer Kapazität von 165.000 metrischen Tonnen/Jahr bei Changzhou abgeschlossen. Die Kosten betrugen 80 Mio. USD, und die Gesamtkapazität erhöhte sich dort auf 300.000 metrische Tonnen/Jahr. Das Unternehmen geht derzeit davon aus, dass es die Kapazität bis Ende 2005 auf mehr als 450.000 metrische Tonnen/Jahr erhöhen wird.

 

·        Die Zimmer AG (Frankfurt, Deutschland. www.zimmer-ag.de) wurde von der Baoding Swan Co. Ltd. (Baoding) beauftragt, eine Anlage zur Herstellung von Lyocell Zellwolle zu bauen. Wenn die 120 Mio. Euro-Anlage Mitte 2005 ihre Arbeit aufnimmt, wird sie pro Jahr 30.000 metrische Tonnen Zellwolle unter Verwendung des von Zimmer Alternative Cellulose Rudolstadt entwickelten Lyocell-Verfahrens herstellen, welches umweltfreundlich ist, da es kein Kohlenstoffdisulfid einsetzt (wie beim konventionellen Viskose-Verfahren).

 

·        Zimmer hat auch zwei weitere Aufträge erhalten: Einen über den Bau einer Polyester-Polykondensationsanlage für die Changzhou Plastics Group Corp. in Changzhou mit einer Kapazität von 660 metrischen Tonnen/Tag zur Produktion von Granulat für den Einsatz bei der Herstellung von Polyethylenterephthalat (PET)-Flaschen. Die Fertigstellung ist für Ende 2004 geplant. Den anderen 30 Mio. USD-Auftrag hat Zimmer für die Errichtung einer Polyester-Anlage mit Direktspinnverfahren und einer Kapazität von 350.000 metrischen Tonnen/Jahr für die Jiansu Hengli Chemical Fibre Co. (Provinz Jiangsu) erhalten.

 

·        Dem Anlagenbauer Inventa-Fischer, ein Mitglied der EMS Group (Surrey, Vereinigtes Königreich; www.emsgroup.com), wurde der Auftrag für die Design- und Engineering-Arbeiten für eine Polyester-Anlage mit einer Kapazität von 480.000 metrischen Tonnen/Jahr erteilt, die von der Jiangsu Senjo Chemical Fiber Co. bei Taicang City in der Provinz Jiangsu betrieben wird. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2005 geplant. Das Unternehmen hat auch zahlreiche andere Aufträge für Polyester-Projekte in China erhalten.

 

·        Die SAL Petrochemical Co., ein Joint Venture zwischen der Dow Chemical Co. (Midland, Michigan; www.dow.com) und der Asahi Kasei Corp. (Tokio, Japan; www.asahi-kasei.co.jp), hat vor kurzem in Zhangjiagang eine Polystyrol-Anlage mit einer Kapazität von 120.000 metrischen Tonnen/Jahr und eine Anlage für Epoxidharz mit einer Kapazität von 41.000 metrischen Tonnen/Jahr in Betrieb genommen.

 

·        Zwei separate petrochemische Anlagen werden derzeit im Lingang-Industriegebiet von Zhuai City geplant. Die RunDa Group (Hong Kong) sagt, sie wird 1,6 Mrd. USD für den Bau eines Aromaten-Komplexes von Weltformat, einer Styren-Anlage mit einer Kapazität von 850.000 metrischen Tonnen/Jahr und einer 230.000 metrische Tonnen/Jahr-Octylalkohol-Anlage ausgeben. Ebenso will die KeDi Group (Singapur) 120 Mio. USD für den Bau einer Phthalsäureanhydrid-Anlage mit einer Kapazität von 80.000 metrischen Tonnen/Jahr und einer Einrichtung zur Produktion von 120.000 metrischen Tonnen Phthalat-Weichmacher pro Jahr investieren. Die Anlagen sollen ihren Betrieb zwischen 2005 und 2008 aufnehmen.

 

·        Showa Denkos Unternehmensbereich Show Highpolymer (Tokio, Japan; www.showadenko.com) hat seine Arbeit an einer Harzemulsions-Anlage mit einer Kapazität von 9.600 metrischen Tonnen/Jahr bei ihrem Shanghai-Komplex aufgenommen. Die Anlage, die Ende 2004 in Betrieb genommen werden soll, wird Acryl-, Vinylacetat- und modifizierte Vinylacetat-Emulsionen für Farben und Kleber produzieren und kann laut Aussage des Unternehmens problemlos auf eine Kapazität von 20.000 metrischen Tonnen/Jahr erweitert werden.

 

·        Atofina (Paris, Frankreich; www.atofina.com) plant derzeit den Bau einer Produktionsanlage für organische Peroxide einschließlich der Polymerisationsinitiatoren, der Vernetzungsmittel für Gummi und Polyethylen und der Vulkanisationsmittel für ungesättigte Polyesterharze mit einer Anfangskapazität von 3.000-metrischen Tonnen/Jahr. Diese zukünftige Anlage wird bei Changshu (nahe Shanghai) errichtet. Die Inbetriebnahme ist für 2005 geplant.

 

·        DuPont Co. (Wilmington, Delaware; www.dupont.com) hat einen Vertrag bezüglich der Lieferung seiner auf Acetylen basierenden Butandiol (BDO)-Technik an die Sichuan Tianhua Co. (Luzhou) für eine Anlage bei Luzhou mit einer Kapazität von 25.000 bis 30.000 metrischen Tonnen/Jahr unterzeichnet. Es ist das erste Mal, dass DuPont eine Lizenz für seine BDO-Technik an einen Dritten vergeben hat. Das Projekt soll bis 2006 fertiggestellt sein. DuPonts Unternehmenseinheit Textilien und Innenausstattung verwendet das BDO-Verfahren zur Herstellung von Tetrahydrofuran – einem Rohstoff für Lycra Spandex-Fasern. Sichuan Tianhua wird die BDO-Produktion der neuen Anlage voraussichtlich an den chinesischen Handelsmarkt verkaufen.

 

·        DuPont Hongji Films Foshan Co. (Foshan), ein Joint Venture zwischen DuPont Teijin Films und der Foshan Plastics Group, plant den Bau einer Polyethylenterephthalat (PET)-Folienanlage mit einer Kapazität von 17.000 metrischen Tonnen/Jahr bei Foshan, was die Kapazität von DuPont Teijin Films in China auf 57.000 metrische Tonnen/Jahr erhöhen wird.

 

·        China Worldbest Group (Changzhou), ein Konglomerat von Harzherstellern und einem Großproduzenten von Pharmaprodukten und Textilien, kündigt den Bau einer Polyacrylnitril (PAN)- und Kohlenstofffaser-Anlage mit einer Kapazität von 500 metrischen Tonnen/Jahr in Bengbu an. Die Anlage wird Feedstock-Acrylnitril polymerisieren, um PAN herzustellen, welches dann zu einem Garn versponnen und weiter verarbeitet und getrocknet wird, um Kohlenstofffasern zu bilden, die dann zur Herstellung eines breiten Spektrum an Konsumgütern verwendet werden. Laut Aussage von China Worldbest importierte China 2002 mehr als 3.000 metrische Tonnen Kohlenstofffasern.

 

·        Die Shantou Ocean Enterprise Group (SOE; Shantou), Chinas größter Produzent von Polystyrol, plant den Bau eines 3,7 Mrd. USD-Raffinations- und Petrochemie-Komplexes bei Shantou. Das Projekt wird aus einer Vakuum-Rohdestillationsanlage mit einer Kapazität von 6,5 Mio. metrischen Tonnen/Jahr und einer Olefin-Anlage mit einer Kapazität von 600.000 metrischen Tonnen Ethylen pro Jahr, 400.000 metrischen Tonnen Propen und 200.000 metrischen Tonnen Butadien pro Jahr sowie aus Aromaten-Anlagen bestehen. Die Fertigstellung der Raffinerie wird bis 2007 erwartet, und der Bau der Petrochemie-Anlagen wird zwischen 2008 und 2012 stattfinden. SOE hat auch vor kurzem mit dem Bau einer Polystyrol-Anlage mit einer Kapazität von 100.000 metrischen Tonnen/Jahr bei Quanzhou begonnen.

 

·        Lucite International (Southhampton, Vereinigtes Königreich) wird 100 Mio. USD in den Bau einer Methylmethacrylat (MMA)-Anlage bei Caojing investieren. Die Anlage, die Mitte 2005 in Betrieb genommen werden soll, wird eine Anfangskapazität von 93.000 metrischen Tonnen/Jahr haben, mit der Option, diese auf 150.000 metrische Tonnen/Jahr zu erweitern.

 

·        Mitsubishi Gas Chemical (MGC; Tokio, Japan; www.mgc.co.jp) sagt, dass sie derzeit die Durchführbarkeit eines Polycarbonat-Projekts mit einer Kapazität von 100.000-metrischen Tonnen/Jahr an einem ungenannten Ort in China prüft. Die Anlage würde 2007 ihren Betrieb aufnehmen und ca. 125 Mio. USD kosten. Das Unternehmen baut derzeit eine Polyacetal-Copolymer-Anlage mit einer Kapazität von 60.000 metrischen Tonnen/Jahr bei Nantong in einem Joint Venture mit Korea Engineering Plastics, Polyplastics (Tokio) und der Celanese-Tochtergesellschaft Ticona (Summit, New Jersey; www.ticona.com).

 

 

Industriegase

-  Die Nachfrage wächst in China  um 12 bis 15% pro Jahr

-  Großer Bedarf in der Erdölraffination, in der petrochemische Verarbeitung und

   Stahlindustrie

 

Industriegase – hauptsächlich die atmosphärischen Gase Sauerstoff und Stickstoff, aber auch Helium, Wasserstoff und andere – sind integraler Bestandteil der meisten Erdölraffinations-, petrochemischen Verarbeitungs- und Stahlerzeugungsverfahren. Die Nachfrage nach Industriegasen wächst in China weiterhin um 12 bis 15% pro Jahr, wie das Industriegas-Unternehmen Messer Griesheim (Krefeld, Deutschland; www.messergroup.com) bestätigt. Das ist eine direkte Folge der starken Nachfrage nach petrochemischen Produkten und Stahl und dem Wachstum der chinesischen Produktionskapazitäten für diese Produkte.

 

Alle weltweit führenden Industriegas-Produzenten fühlen sich angezogen von diesem expandierenden Markt und tätigen derzeit bedeutende Investitionen, bilden Joint Ventures und bauen Air-Separation-Units (ASUs) in China. Einen Überblick über die jüngsten Aktivitäten in diesem Bereich, die von multinationalen Unternehmen organisiert werden, gibt die nachfolgende Zusammenstellung:

 

 

Messer Griesheim (Krefeld, Deutschland; www.messergroup.com)

·        Messer Griesheim, die einen Anteil von 5% an Chinas Industriegas-Markt für sich in Anspruch nehmen, gab kürzlich bekannt, dass das Unternehmen über die nächsten vier Jahre hinweg zehn oder mehr individuelle Projekte in China mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von voraussichtlich 50 Mio. Euro (67,7 Mio. USD) plant. Zusätzlich zu den künftigen Projekten hat Messer bereits eine Reihe von Projekten in China gestartet:

 

·        Messer Griesheim hat vor kurzem die Industriegas-Vermögenswerte von der Aventis China Investment Co. (Peking), einer Tochtergesellschaft von Aventis (Straßburg, Frankreich; www.aventis.com; ein 1998 aus einem Zusammenschluss von Hoechst und Rhone-Poulenc entstandenes Unternehmen) für einen ungenannten Betrag erworben. Die erworbenen Geschäftsanteile bestehen aus sieben Beteiligungen an Joint Ventures in China im Bereich Industriegase. Somit liegt die Anzahl der Joint Ventures im Bereich Industriegase mit Beteiligung von Messer in China bei 14.

 

·        Xianggang Messer Gas Products (Xiangtan, China), ein Joint Venture zwischen Messer Griesheim und der Xingtan Iron and Steel Group (XIS; Xiangtan) wird 21 Mio. USD in den Bau einer Air-Separation-Unit (ASU) bei XISs Xiangtan Eisen- und Stahlanlagen investieren. Sobald die Anlage Mitte 2005 ihren Betrieb aufnimmt, wird sie eine Kapazität zur Produktion von 16.000 Kubikmetern/Stunde (m3/Stunde) an Sauerstoff und Stickstoff haben. Dadurch wird die Gesamtkapazität von Xianggang Messer auf ca. 30.000 m3/Stunde steigen und wird es somit XIS ermöglichen, die Produktionskapazität der Eisen- und Stahlerzeugung um 25% zu steigern.

 

·        Messer wird eine zu 100% im eigenen Besitz befindliche ASU bei Foshans petrochemischem Standort für 10 Mio. USD bauen. Bei der Fertigstellung Anfang 2005 wird sie eine Kapazität von 3.200 m3/Stunde an Sauerstoff und 3.000 m3/Stunde an Stickstoff haben.

 

·        Wujiang Messer Gas (Wujiang), ein Joint Venture zwischen Messer und Wujiang Steel, baut derzeit zwei Helium-Abfüllstationen bei Wujiang, um die Kunden zwischen Shanghai und Suzhou im Osten Chinas beliefern zu können. Messer erwartet ein Wachstum der Heliumnachfrage um 20%/Jahr in dieser Region, und zwar hauptsächlich von der Elektronikindustrie.

 

 

Die BOC Group (Windlesham, Vereinigtes Königreich; www.boc.com)

·        Durch einen 80 Mio. USD-Vertrag mit der Taiyuan Iron and Steel Corp. (TISCO), dem größten Edelstahl-Produzenten in China, der seinen Sitz in der Provinz Shanxi im zentralen Norden Chinas hat, wird BOC zwei weitere ASUs bauen, um die Sauerstoffversorgung um 2.800 metrische Tonnen/Tag (die derzeitige Kapazität beträgt 1.500 metrische Tonnen/Tag) zu erhöhen und auch um bedeutende Mengen an Stickstoff zu liefern. Wenn die ASU Ende 2005 ihren Betrieb aufnimmt, wird sie TISCO dabei helfen, die Edelstahl-Produktion von derzeit 600.000 metrischen Tonnen/Jahr an unbearbeitetem Edelstahl auf 900.000 metrische Tonnen/Jahr zu erhöhen.

 

·        BOC und die Sinopec Yangzi Petrochemical Corp (YPC; eine Tochtergesellschaft von Sinopec) haben ein Joint Venture, bekannt unter dem Namen Nanjing BOC-YPC Gases Co. Ltd. (BYG), gebildet, das Industriegase sowohl an YPCs Petrochemical Co. Ltd. Complex als auch an einen neuen 3 Mrd. USD-integrierten-Petrochemie-Komplex liefern wird, der sich derzeit unter der Leitung von BASF-YPC Co. Ltd., einem Joint Venture zwischen BASF und YPC, im Bau befindet. BYGs erstes Großprojekt – es wird auf nahezu 100 Mio. USD geschätzt – umfasst den Erwerb von drei bestehenden ASUs, die sich ehemals im Besitz von Sinopec-YPC befanden und dem Bau einer weiteren ASU, die gasförmigen Sauerstoff mit einer Kapazität von 2.600 metrischen Tonnen/Tag, gasförmigen Stickstoff mit einer Kapazität von 2.000 metrischen Tonnen/Tag und verflüssigte Produkte für den lokalen Handelsmarkt produzieren wird.

 

·        BOCs 100%ige Tochtergesellschaft in Suzhou hat mit dem Bau eines neuen Pipeline-Netzwerks begonnen, um der steigenden Nachfrage nach Industriegasen von Hauptkunden im Suzhou Industrial Park und Suzhou New District zu entsprechen und somit BOCs Position in dem Shanghai/Nanjing-Gebiet zu stärken.

 

·        BOC hat mit Hilfe eines neuartigen Einsatzes seiner Sauerstoffzufuhr-Technik die Technologie für Chinas ersten mobilen Sauerstoffzufuhr-Lastkahn entwickelt und geliefert, der seinen Betrieb 2001 aufgenommen hat. Der Lastkahn, der einen BOC Novox-Sauerstoffgenerator und zwei Vitox-Sauerstoffinjektoren an Bord hat, wird als Bestandteil eines 12-Jahres- Plans zur Wiedernutzbarmachung des Suzhou Creeks, eines äußerst verschmutzten Flusses, der durch Shanghai – Chinas größte Stadt, fließt, eingesetzt. Teilstrecken des 125 km langen Flusses haben anaerobe Bedingungen erreicht. Dadurch, dass mittels des Lastkahns Sauerstoff ins Wasser gepumpt wird, wird der natürliche Abbau der Schadstoffe unterstützt und die aquatische Lebensform im Fluss wiederbelebt.

 

 

Air Liquide (Paris, Frankreich; www.airliquide.com)

·        Hong Kong Oxygen and Acetylene, ein Joint Venture zwischen Air Liquide und BOC, haben mit Guangzhou Iron and Steel eine Einigung bezüglich des Pearl River Gases (Guangzhou) Joint Venture erzielt, die darin besteht, zwei ASUs zu bauen, die eine Gesamtkapazität von 400 metrischen Tonnen/Tag haben werden. Die Gesamtkosten der beiden Anlagen, die Ende 2004 ihren Betrieb aufnehmen sollen, belaufen sich auf 19 Mio. USD.

 

·        Air Liquide hat einen Vertrag mit UID-Yankuang Chemical Industry Co. zum Bau einer ASU unterzeichnet, um einem kohlegefeuerten Kraftwerk nahe dem Gelben Meer in der Provinz Shangdong 60.000 m3 Sauerstoff/Stunde zu liefern. Die Anlage soll Anfang 2005 ihren Betrieb aufnehmen.

 

·        Shanghai Chemical Industry Park Industrial Gases Co., ein Joint Venture zwischen Air Liquide und Praxair (Danbury, Connecticut; www.praxair.com), wird eine ASU und eine Synthesegas-Anlage beim Shanghai Chemical Industry Park (Caojing) errichten. Die Anlagen werden BASFs geplante Tetrahydrofuran- (80.000 metrische Tonnen/Jahr) und Polytetrahydrofuran-Anlagen (60.000 metrische Tonnen/Jahr) bei Caojing mit Wasserstoff beliefern und Stickstoff an eine Ethylen-Anlage mit einer Kapazität von 900 metrischen Tonnen/Jahr liefern, die dort bei Shanghai Secco Petrochemical (wie oben erwähnt) errichtet werden soll. Die Gasanlagen sollen Ende 2004 in Betrieb genommen werden.

 

 

Praxair (Danbury, Connecticut; www.praxair.com)

·        Zusätzlich zu den oben erwähnten Shanghai Chemical Industry Park Industrial Gases Co.-Projekten kommt Praxairs Engagement in China hauptsächlich durch seine Praxair China (Shanghai) Company, die laut Aussage des Unternehmens in den letzten zehn Jahren zu einem der größten Industriegas-Lieferanten in China geworden ist. Praxair China ist derzeit an sechs Joint Ventures, neun 100%igen Unternehmen und zahlreichen strategischen Bündnissen beteiligt und entwirft und baut eine Reihe von ASUs für chinesische Unternehmen.

 

 

Linde AG (Wiesbaden, Deutschland; www.linde.com)

·        Linde AGs Tochtergesellschaft Linde Gas Xiamen (LGX; Xiamen, China) hat einen langfristigen Vertrag zum Bau einer dritten ASU unterzeichnet, um Xiang Lu Petrochemicals (Xiamen), die derzeit ihre Kapazität für gereinigte Terephthalsäure (PTA) erhöhen, mit Sauerstoff und Stickstoff zu beliefern. LGX wird 36 Mio. USD investieren, und die Fertigstellung ist für Mitte 2004 geplant. Die ASU wird eine Kapazität von 11.500 m3/Stunde haben und den Handelsmarkt in der Provinz Fujian mit 200 metrischen Tonnen an Gasen pro Tag beliefern.

 

·        Shanghai Nissan Gas Co., eine neu entstandene Tochtergesellschaft von Nippon Sanso (Tokio, Japan; www.sanso.co.jp), baut derzeit eine Industriegas-Anlage beim Xinzhang Industry Park (Shanghai). Die Kapazität der Anlage, deren Fertigstellung für Mitte 2004 geplant ist, wurde nicht bekannt gegeben. Dies wird Nippon Sansos zweite Produktionsanlage in China (die Tochtergesellschaft Dalian Nissan Gas Co. des Unternehmens betreibt eine Industriegas-Anlage bei Dalian) sein.

 

 

Air Products (Lehigh Valley, Pennsylvanien; www.airproducts.com)

·        Air Products and Chemicals hat mittels seiner Tochtergesellschaft Southern Air Products (Guangzhou) Ltd. eine eigenständige Anlage entworfen und erbaut, die über eine Kapazität von 500 metrischen Tonnen gasförmigen Stickstoffs pro Tag und von 330 metrischen Tonnen an flüssigem Sauerstoff, Stickstoff und Argon pro Tag auf einer kombinierten Basis für die Elektronik-, Stahl-, Metall-, Chemie- und Gasindustrie in der Provinz Guangdong verfügt.

 

·        Air Products baut vor Ort eine ASU und einen Verflüssiger, deren Inbetriebnahmen für 2005 geplant ist, die Xingfeng Steels-Anlage in Tangshan, Provinz Hebei, mit gasförmigem Sauerstoff beliefern werden, und es dem Unternehmen ermöglichen werden, seine Flüssiggasproduktion für den Handelsmarkt in Nordchina Zug um Zug zu erweitern.

 

·        Air Products liefert derzeit Wasserstoff und Stickstoff an BPs gereinigte Terephthalsäure (PTA)-Anlage bei Zhuhai mit einer Kapazität von 350.000 metrischen Tonnen/Jahr (BP erhielt vor kurzem von der Regierung die Genehmigung, die PTA-Kapazität dieser Anlage zu verdoppeln) und Wasserstoff an den Handelsmarkt in der Provinz Guangdong.

 

·        Air Products hat vor kurzem drei neue Webseiten in der jeweiligen Landessprache für die wachsenden Märkte in China, Taiwan und Thailand vorgestellt, um seine ca. 50.000 Kunden in neun Ländern in ganz Asien (hauptsächlich Hersteller und Benutzer von elektronischen Chemikalien, Industriegasen, Metallen und Stahl) zu unterstützen.

 

 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.achemasia.de

 

 

Dieser Trendbericht wurde von internationalen Journalisten zusammengestellt. Die DECHEMA haftet nicht für unvollständige oder ungenaue Informationen.


© DECHEMA e.V. 1995-2009, Last update am 15.07.2008 von Claudia Rinck